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Zwei Kandidaten, zwei Wahlkreise: Die FDP Hochsauerland stellt sich für 2027 auf

Am Donnerstagabend haben wir als FDP-Kreisverband Hochsauerland die Kandidaten für die Landtagswahl 2027 nominiert. Auf einem außerordentlichen Kreisparteitag mit anschließender Kreiswahlversammlung fiel die Wahl auf Daniel Wagner für den Wahlkreis 124, Hochsauerlandkreis I, und auf Louis Paffe für den Wahlkreis 125, Hochsauerlandkreis II. Beide bekamen große Mehrheiten.

Damit steht fest, wer für die Liberalen im Hochsauerland antritt. Interessanter als die Personalie ist aber, wofür die beiden antreten.

Louis Paffe hat in seiner Bewerbung ein Thema in den Mittelpunkt gestellt, das viele Rathäuser im Kreis kennen: die Förderbürokratie. Kommunen beantragen, dokumentieren und rechnen ab, statt einfach zu bauen und zu betreiben. „Wir müssen den Förderdschungel radikal lichten und den Kommunen das Geld direkt geben, statt sie von einem Förderantrag zum nächsten zu schicken“, sagt Paffe.

Beim zweiten Schwerpunkt geht es um Schule. Paffe wirbt für eine Bildungspolitik, die auf Vernunft, Leistung und moderne Schulen setzt, und will die gewachsene Schulvielfalt im Sauerland erhalten. Eine Einheitsschule für alle lehnt er ab. Sein drittes Thema ist die Industrie. Das Sauerland lebt von seinen Betrieben, und die brauchen bezahlbare Energie und weniger Vorschriften.

Daniel Wagner setzt seine Schwerpunkte auf Bildung, Digitalisierung und die Finanzlage der Kommunen. „Ich will mich vor allem für drei Dinge einsetzen: beste Bildung, eine Digitalisierung, die den Menschen das Leben tatsächlich erleichtert, und Kommunen, die finanziell wieder Luft zum Atmen haben“, sagte er nach der Wahl.

Der zweite und der dritte Punkt hängen enger zusammen, als es klingt. Ein Verfahren wird nicht dadurch schneller, dass man dieselben Formulare am Bildschirm ausfüllt. Erst wenn Nachweispflichten wegfallen und Anträge einfacher werden, bringt Digitalisierung den Kommunen tatsächlich Zeit und Geld zurück. Genau dort will Wagner ansetzen, Bürokratieabbau und einfachere Förderverfahren gehören für ihn zu den Kernthemen.

Kreisvorsitzender Enrico Eppner sagte nach der Wahl: „Mit Daniel Wagner und Louis Paffe haben wir zwei starke Kandidaten, die für unterschiedliche Regionen des Hochsauerlandes stehen und zugleich eine klare liberale Haltung verbindet. Wir sind hochmotiviert und bereit für einen engagierten Wahlkampf.“

Der Abend endete auf der Dachterrasse der Agentur Y Social Media in Meschede. Bei dem Wetter musste man niemanden lange überreden zu bleiben. Bis zur Landtagswahl ist noch etwas Zeit, aber die Arbeit beginnt jetzt.